Die Musik des BamesreiterSchwartzOrchestra ist differenzierte Programmmusik, die in einer eigens für den Klangkörper geschaffenen Phantasiewelt spielt. Sie reicht, inhaltlich teilweise verknüpft, stufenlos von Impressionen und Verarbeitungen der konkreten Welt bis zu Konstrukten komplett eigener Ästhetik und Logik. Diese stark abstrahierten Formen erklingen in der Perspektive des Hörers oft auch als absolute Musik, die von seinen akustischen Assoziationen in ein ureigenes Erlebnis des musikalischen Moments gewandelt wird. Das hierbei entstehende, subtile Wechselspiel aus subjektivem Begrifflichwerden und instinktiver Emotionalität profitiert enorm von den intensiven Charakteren und der bestechenden Spielmentalität der Musiker des Orchesters, sowie den deutlich spürbaren Verbindungen zu den faszinierenden Urahnen dieses Großformats. Sie vermachten dem Ensemble neben einigen grundsätzlichen Strukturen und punktuell erhaltenen Klangidealen vor allem die Liebe zu leidenschaftlicher Improvisation und die atemberaubende Macht des Tuttispiels. Alle Werke im Programm stammen aus den Federn von Richard Schwartz und Lukas Bamesreiter, und wurden eigens für das BamesreiterSchwartzOrchestra geschaffen.

Die Besetzung des BamesreiterSchwartzOrchestra ist ein Abbild der jungen Generation professioneller Jazzmusiker des gesamten deutschsprachigen Raums. Hier treffen bereits namhafte Künstler des aktuellen Jahrzehnts auf aufstrebende Studienabsolventen der renommierten internationalen Musikhochschullandschaft. Außerdem verbindet viele Musiker eine langjährige gemeinsame Spielerfahrung in diversen Ensembles und Big Bands, sowie im Bundesjazzorchester und den Landesjugendjazzorchestern. Die Summe der Referenzen reicht von Rundfunkproduktionen aller großen Sender über die angesagtesten Clubs und Festivals der Szene, bis zu Symphonikern, Philharmonikern und Opernhäusern. Die Bühnenerfahrung erstreckt sich analog dazu weltweit.

 

Der Klangkörper weist einige Erweiterungen der Herkömmlichen Besetzung eines Jazzorchesters auf. So ist der Saxophonsatz etwas tiefer gelagert als üblich, und außerdem um eine Klarinette als eigenständige sechste Stimme erweitert. Diese hat oft Färbe- oder Überstimmencharakter und wird auch satzfremd eingesetzt. Ein Horn fungiert als Erweiterung entweder des Trompeten- oder Posaunensatzes, oder als Bindeglied zwischen beiden. Die auffälligste Ergänzung ist eine vierstimmige Vocalsection, zusammengesetzt aus vier Frauenstimmen in den Stimmlagen Mezzosopran bis Kontra-Alt. Diese bewegen sich im vierstimmigen Satz genauso wie in wechselnden anderen Konstellationen; Natürlich treten die Vokalistinnen auch solistisch in Erscheinung. All das geschieht teils in verschiedenen Sprachen, teils als Vokalise, oder auch textlich improvisiert.

 

Patricia Römer . 1st Mezzo-soprano

Antonia Dering . 2nd Mezzo-soprano

Lydia Schiller . Alto

Svenja Hartwig . Contra-alto & French Horn

 

Johannes Schneider . 1st Trumpet

Matthias Schwengler . 2nd Trumpet

Julian Hesse . 3rd Trumpet

Andreas Schnell . 4th Trumpet

 

Lukas Jochner . 1st Trombone

Christian Landsiedel . 2nd Trombone

Paul Kunzmann . 3rd Trombone

Jakob Grimm . Bass Trombone

Bettina Maier . Clarinet

Michael Binder . Alto Saxophone

Moritz Stahl . 1st Tenor Saxophone

Konstantin Herleinsberger . 2nd Tenor Saxophone

Jonas Brinckmann . 1st Baritone Saxophone

Florian Leuschner . 2nd Baritone Saxophone

 

Stephan Plecher . Piano

Richard Schwartz . Guitar

Anselm Legl . Bass

Marco Dufner . Drums

 

Lukas Bamesreiter . Conductor